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Mainz, 18. Dezember 2009

Steigender Krankenstand: Rheinland-Pfälzer fehlen länger am Arbeitsplatz

In Rheinland-Pfalz meldeten sich die Beschäftigten erneut häufiger krank. Im vergangenen Jahr fehlten sie an durchschnittlich 15,3 Tagen am Arbeitsplatz und damit rund einen Tag länger als im Vorjahr. Damit festigt sich der Aufwärtstrend beim Krankenstand weiter: Die Krankmeldungen nahmen nun bereits zum dritten Mal in Folge wieder zu (2007: 14,2 Kalendertage, 2006: 13,6 Tage, 2005: 13,4 Tage; 2004: 13,6 Tage; 2003: 14,1 Tage). Im Bundesdurchschnitt fehlten Arbeitnehmer in 2008 an 13,4 Tagen. Erste Auswertungen lassen auch für das Jahr 2009 einen erneut höheren Krankenstand erwarten.

Das ergab jetzt die Arbeitsunfähigkeitsstatistik der Betriebskrankenkassen (BKK). Sie analysiert jährlich die gesundheitlichen Befunde ihrer sozialversicherungspflichtigen Mitglieder und bietet somit ein repräsentatives Bild des Krankheitsgeschehens der Erwerbsbevölkerung.

Muskel- und Skelettapparat verursacht am häufigsten Probleme

Mit gut einem Viertel der Fälle (26 Prozent) verursachten Muskel- und Skeletterkrankungen wie Rückenleiden die meisten Krankentage in Rheinland-Pfalz, gefolgt von Atemwegserkrankungen (17 Prozent) und Verletzungen (14 Prozent). Psychische Erkrankungen stehen an vierter Stelle mit 9 Prozent.

Nicht allein die Häufigkeit psychischer Erkrankungen, sondern vor allem die mit ihnen verbundene gesamte Ausfallzeit beeinflusst den Krankenstand erheblich. Betroffene fielen im Mittel fast 30 Tage am Arbeitsplatz aus. Nur Krebserkrankungen verzeichneten mit 32 Tagen höhere Fehlzeiten. Bei den Muskel- und Skeletterkrankungen waren es fast 18 Tage. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Erkrankungsfall verursachte gut 11 Krankheitstage. Verhältnismäßig schnell kehrten Beschäftigte nach Atemwegserkrankungen an den Arbeitsplatz zurück (rund 6 Tage je Fall).


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BKK Landesverband Rheinland-Pfalz und Saarland
Referat Öffentlichkeitsarbeit: Katrin Becker / Sabine Faig-Harles
Essenheimer Str. 126, 55128 Mainz
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Bildausschnitt: Journalist macht Notizen auf einen Block.