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Mainz, 18. Dezember 2009

Krankenstand: Saarländer länger krankgeschrieben

Anstieg bei den Krankmeldungen: Die Beschäftigten im Saarland fehlten im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 16,1 Tagen einen halben Tag länger am Arbeitsplatz als in 2007 (15,6 Tage). Sie liegen damit deutlich über dem gesamtdeutschen Niveau von 13,4 Tagen. Auch bundesweit stiegen die Fehlzeiten in 2008 weiter an (2007: 12,8 Tage). Erste Auswertungen lassen für das Jahr 2009 einen erneut höheren Krankenstand erwarten.

Das ergab jetzt die Arbeitsunfähigkeitsstatistik der Betriebskrankenkassen (BKK). Sie analysiert jährlich die gesundheitlichen Befunde ihrer sozialversicherungspflichtigen Mitglieder und bietet somit ein repräsentatives Bild des Krankheitsgeschehens der Erwerbsbevölkerung.

Psychische Erkrankungen am langwierigsten

Muskel- und Skeletterkrankungen wie Rückenleiden verursachten mit über einem Viertel der Fälle (27 Prozent) die meisten Krankentage im Saarland. An zweiter Stelle stehen Atemwegserkrankungen (14,5 Prozent), gefolgt von Verletzungen (14 Prozent) und psychischen Erkrankungen (11 Prozent).

Psychische Erkrankungen beeinflussen den Krankenstand nicht allein durch ihre Häufigkeit, sondern vor allem auch durch die mit ihnen verbundene gesamte Ausfallzeit. Im Saarland dauerte eine psychische Erkrankung im Schnitt rund 36 Tage, ein durchschnittlicher Krankheitsfall hat demgegenüber rund 15 Krankentage. Lediglich die langwierigen Krebserkrankungen verzeichneten mit 46 Tagen höhere Fehlzeiten. Bei Muskel- und Skeletterkrankungen waren es 21 Tage. Verhältnismäßig schnell kehrten Beschäftigte nach Atemwegserkrankungen an den Arbeitsplatz zurück (8 Tage).


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BKK Landesverband Rheinland-Pfalz und Saarland
Referat Öffentlichkeitsarbeit: Katrin Becker / Sabine Faig-Harles
Essenheimer Str. 126, 55128 Mainz
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Bildausschnitt: Journalist macht Notizen auf einen Block.